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Stadt Wehr (Druckversion)

Wehrer Burgen-Tour

Burgenromantik pur: Die Ruinen Bärenfels und Werrach

Altes Schloss Wehr
Burgruine Bärenfels
Burgruine Werrach

Das Wehratal hat auf den Adel große Attraktion ausgeübt. Kein Wunder. Denn hier war es auch im Mittelalter schon schön! Und das Tal war von Bedeutung. Wertvolles Eisen wurde im alten Hammerwerk hergestellt. Irgendwoher mussten die Ritter schließlich ihre Schwerter und Rüstungen bekommen. Gleich zwei Burgen wurden hier angelegt. Hoch über dem Tal grüßt der imposante Turm der Burgruine Bärenfels. Die Bärenfelser waren ein mächtiges Basler Adelsgeschlecht. Sagen und Legenden bewahren ihren Namen in schauriger Erinnerung. Unterhalb von Bärenfels liegt - wenige Meter vom Stadtzentrum entfernt - die Burgruine Werrach mit dem Sagenpfad. Burg Werrach wurde im 11. Jh. erbaut. Hier erklangen die Lieder des Minnesängers Walther von Klingen. Rudolf von Habsburg kämpfte 1272 mit dem Basler Bischof um sie. Der "Wolf von Wehr" öffnete heimlich das Tor, so dass kein Tropfen Blut floss.

Auch die Herren von Schönau lebten auf Burg Werrach. Aber dann hatten sie vom ewigen Hoch-und-Runter die Nase voll. Sie zogen ins Tal. 1570/74 bauten Hans Jakob von Schönau und sein Sohn Hans Rudolf das Alte Schloss. Dass hier früher Gericht gehalten wurde, bezeugt der Schwörstein am Hintereingang. Wo die Herren von Schönau herkamen, wie sie lebten und wieso sie Wehr verließen, erfahren die Besucher durch eine Dokumentation in den Gängen des spätgotischen Gebäudes. Sehens- und hörenswert ist das an der Westfassadeangebrachte Glockenspiel. Die Dokumentation verrät aber auch, wieso die alte Adelsfamilie 1748 gleich nebenan das Neue Schloss erbaute. Gotik war "out" und Barock "in". Fidel Franz Anton von Schönau war ein Grundherr mit Stil. Des halb ließ er von Luigi Bossi aus Porto/Lugano das repräsentative Musikzimmer mit wunderschönem Stuck verzieren, ein "Kleinod barocker Kunst in Wehr", wie ein Kunsthistoriker schrieb.

Die Wanderung:

Parken am Parkplatz Altes Schloss.

Von dort den Wehratal-Erlebnispfad (Info-Tafel Mediathek) an der Wehra entlang flussaufwärts zur Abzweigung Storchensteg/Ruine Werrach. Auf Ruine Werrach Info-Pavillon und Sagenpfad mit 12 Stationen. Von dort bergauf über Lindweg am Fuß des Hotzenwaldes entlang bis zur Abzweigung "Ruine Bärenfels".

Von dort hinauf zur Ruine. Wer weniger Zeit hat, folgt dem Lindweg weiter bergab bis Ortsausgang Wehr/ Todtmoos und zur Wolfgangskapelle.

Weiter die Wehra flussabwärts den Wehratal-Erlebnispfad zurück zum Ausgangspunkt.

Wer nur die herrliche Aussicht von Ruine Bärenfels aus genießen möchte, kann auch am Waldparkplatz Ortsausgang Wehr/Todtmoos parken und in 4.5 km zur Burgruine hinaufsteigen. Eine Wandertafel mit Wegbeschreibung ist vorhanden.

http://www.wehr.de/de/freizeit-gaeste/wanderwege/wehrer-burgen-tour/