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Förderantrag für Mini-PV-Anlagen jetzt online

Förderung sichern - so funktioniert's:

Antrag ausfüllen, abspeichern und mit den erforderlichen Anlagen per Mail an sven.geiger(@)wehr.de senden.

Gemeinderat beschließt: Sonnenstrom für alle – auch für Einsteiger und Mieter 

Ob auf dem Balkon, der Terrasse, am Fensterbrett, im Garten, an der Fassade, oder auf der Garage - jetzt kann jede/r mit der Sonne zur Energiewende beitragen.
Damit diese einfache Art eigenen Strom zu erzeugen bekannter wird, hat der Gemeinderat eine Förderung dieser Mini-PV-Anlagen ohne Gegenstimmen und Enthaltungen beschlossen.

Wie funktioniert die Förderung?

Wenn ein vorhandener Stromkreis genutzt werden soll, muss eine Elektrofachkraft prüfen, ob die Leitung für die Einspeisung ausreichend dimensioniert ist. Evtl. muss hier die vorhandene Sicherung gegen eine kleinere Sicherung getauscht werden, um den Stromkreis vor Überlastung und vor Brand zu schützen. Der normativ geforderte Austausch der Haushaltssteckdose (Schutzkontaktsteckdose) gegen eine spezielle Energiesteckdose, aber auch eine feste Installation muss durch eine Elektrofachkraft ausgeführt werden. Dies sind Vorgaben des Netzbetreibers ED-Netze und müssen bei der Anmeldung bestätigt werden. Außerdem muss sichergestellt sein, dass der Stromzähler nicht rückwärts läuft. Zulässig ist der Betrieb von Stecker-Solaranlagen bei Zählern mit Rücklaufsperre, Zweirichtungszählern oder digitalen Zählern. Außerdem müssen Betreiber ihre Anlage beim Netzbetreiber und bei der Bundesnetzagentur anmelden.

Grundverbrauch abdecken & Stromrechnung reduzieren

Die Mini-Solaranlagen sind vor allem für die direkte Deckung des eigenen Stromverbrauchs gedacht. Eine Einspeisevergütung nach dem Erneuerbare-Energien-Gesetz (EEG) oder auch die Speicherung des Stroms lohnen sich in den meisten Fällen nicht.Die Mini-PV-Anlagen erzeugen unter guten Bedingungen jährlich bis zu 650 Kilowattstunden Strom. So lässt sich der Grundverbrauch eines Haushaltes (z.B. Kühlschrank, Gefriertruhe, Router) und einige weitere Verbraucher wie z.B. ein PC abdecken.

Leistung von Balkonsolaranlagen

Typische Mini-Solaranlagen haben eine Leistung von ca. 300 bis maximal 600 Watt. Als Faustregel gilt: Pro Watt Modulleistung kann jährlich ca. 1 kWh Sonnenstrom erzeugt werden. Damit lassen sich bei den größeren Balkon-Anlagen etwa 20 Prozent des Stromverbrauchs eines deutschen Durchschnittshaushalts einsparen. So können die Stromkosten spürbar reduziert werden. Je nach Nennleistung, Ausrichtung und Anschaffungspreis des Solarpanels sowie dem Strompreis amortisiert sich eine Balkon Solaranlage bereits nach etwa 6 - 8 Jahren.
 

Für wen ist eine Balkonsolaranlage geeignet?

Balkonsolaranlagen eignen sich für nahezu alle Personen, die mit geringem finanziellen Aufwand Solarenergie erzeugen und nutzen möchten. So kann man auch als Mieter ohne eigenes Dach Strom aus erneuerbarer Energie erzeugen und die Energiewende mitgestalten.
Für Mieter ist allerdings wichtig, sich im Vorfeld mit dem Mietvertrag auseinanderzusetzen. So kann der Vermieter verbieten, dass Dinge am Balkongeländer dauerhaft befestigt werden. Auch bei einer Eigentumsgesellschaft bedarf es je nach Vertrag eventuell der Zustimmung der übrigen Eigentümer.
Module, die einfach auf dem Balkon aufgestellt werden, sind dann aber trotzdem erlaubt.
Treibhausgase vermeiden
Bei der Erzeugung einer Kilowattstunde Strom in Deutschland werden im Schnitt rund 500 Gramm Kohlendioxid als direkte Emission ausgestoßen. Eine 600 Watt Photovoltaik-Anlage, vermeidet so im Jahr ca. 300 kg CO2-Emissionen.
Beschaffung von Mini-PV-Anlagen
Mini-Solarsysteme können Sie beim örtlichen Photovoltaik-Fachhandel erwerben. Die meisten Angebote gibt es aber im spezialisierten Onlinehandel.
Die Verbraucherzentrale empfiehlt unter anderem Anlagen, die auf der Seite www.pvplug.de/marktuebersicht/ unter „DGS-Standard-konform“ gelistet sind.
In einzelnen Fällen verkaufen Firmen Geräte beispielsweise mit offenen Kabelenden ohne Anschlussstecker. Kunden sollen hier den Stecker offenbar selbst montieren. Dadurch übertragen Herstellerfirmen die Verantwortung für die Fertigstellung des Produkts auf die Käufer. Diese darf rechtlich aber nur eine Elektrofachkraft vornehmen, nicht jedoch jemand ohne Fachkenntnisse.
Förderung der Stadt Wehr
Die Stadt Wehr fördert die Anschaffung von Mini-Solar-Anlagen auf dem Gebiet der Stadt Wehr mit einer Nennleistung von 300 Watt mit € 100,00 und Anlagen mit 600 Watt mit € 200,00 in der Zeit vom 01.05.2022 bis 30.04.2023. Die Anlagen müssen in dieser Zeitspanne beim Netzbetreiber und bei der Bundesnetzagentur angemeldet werden und damit in Betrieb genommen werden.

Einzureichen sind neben dem Förderantrag:

  • ein Eigentumsnachweis des Gebäudes (z.B. Grundsteuerbescheid)
  • oder die schriftliche Einwilligung des Eigentümers oder der Eigentümerversammlung,
  • bei Anlagen an oder auf einem denkmalgeschützen Gebäude eine Genehmigung der unteren Denkmalschutzbehörde,
  • ein technisches Datenblatt der Anlage,
  • die Rechnung für die Anlage,
  • die Anmeldung beim Netzbetreiber
  • die Anmeldung bei der Bundesnetzagentur,
  • 2-3 Bilder der installierten Anlage.

Der Förderantragist mit den aufgeführten Anlagen per Mail unter sven.geiger@wehr.de einzureichen. Die Förderanträge werden in der Reihenfolge des Eingangs bearbeitet und ggf. gewährt bis die dafür vorgesehene Fördersumme ausgeschöpft ist. Die Förderung ist nur Privathaushalten vorbehalten, je Haushalt ist nur ein Förderantrag möglich. Es können nur vollständige Förderanträge mit allen Anlagen bearbeitet werden.

Bei Fragen oder Anregungen können Sie sich gerne an den Klimaschutzmanager der Stadt, Herrn Sven Geiger unter 07762 808-504 oder unter der oben genannten

Stadt Wehr erhält den „European Energy Award“ für ihre vorbildliche Energie- und Klimaschutzpolitik

Bei einer Feierstunde des Umweltministeriums und der Klimaschutz- und Energieagentur Baden-Württemberg am 18.05.2022 in Reutlingen zeichnete der Staatssekretär im Ministerium für Umwelt, Klima und Energiewirtschaft Baden-Württemberg, Dr. Andre Baumann, die Stadt Wehr und 26 weitere Gemeinden, Städte und Landkreise aus Baden-Württemberg mit dem begehrten „European Energy Award“ (eea) aus. Für die Stadt Wehr nahmen Herr Bürgermeisterstellvertreter Paul Erhart, der Umweltbeauftragte Clemens Thoma und Klimaschutzmanager Sven Geiger die Auszeichnung entgegen.

Beim Festakt begrüßte Dr. Volker Kienzlen, Geschäftsführer der Klimaschutz- und Energieagentur Baden-Württemberg (KEA-BW), die anwesenden Gäste und sagte: „Bis 2040 müssen alle Kommunen im Südwesten klimaneutral werden! Auf dem Weg dahin bietet der European Energy Award gute Hilfestellungen. So wird der Ausstieg aus der Nutzung fossiler Energiequellen einfacher. Klimaschutz lohnt sich auch wirtschaftlich und bedeutet weniger Abhängigkeit von immer teurer und knapper werdenden Öl- und Gasimporten. Die Zukunft gehört der Energieeffizienz und den Erneuerbaren.“

Seit 2006 können Städte und Gemeinden im Südwesten an dem Zertifizierungsprozess zum „European Energy Award“ teilnehmen, Landkreise seit 2010. Besonders bei Letzteren ist das Programm beliebt: 27 von 35 Landkreisen nutzen aktuell den eea – unter anderem auch die Landkreise Waldshut und Lörrach. Bei den Städten und Gemeinden sind es 148 der 1.100 Kommunen im Land. Damit hat Baden-Württemberg im Vergleich zu den anderen Bundesländern die meisten eea-Kommunen in Deutschland. Knapp die Hälfte der Städte, Gemeinden und Landkreise, die deutschlandweit am „European Energy Award“ teilnehmen, stammen aus Baden-Württemberg. Rund 15 Prozent der Kommunen im Südwesten beteiligen sich, wobei die Tendenz weiter steigend ist. Europaweit sind es über 1.700 Kommunen aus 15 Ländern.

Der eea bewertet Klimaschutzaktivitäten und unterstützt die kommunalen Verwaltungen bei der Arbeit. Das Klimaschutzlabel erfasst, bewertet und überprüft regelmäßig die Maßnahmen und Aktivitäten auf lokaler Ebene. Ein solches Vorgehen zahlt sich aus, da dadurch alle Potenziale systematisch ausgeschöpft werden können. „Kommunen strukturieren und intensivieren mit dem eea ihre Klimaschutzaktivitäten“, erklärte Volker Kienzlen. „Akkreditierte eea-Berater, im Land oft Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der regionalen Energieagenturen, unterstützen sie dabei. Diese greifen den Kommunen unter die Arme, analysieren die bisherigen Maßnahmen und zeigen Optimierungsmöglichkeiten auf.“ Bei einer externen Überprüfung (Audit) im November 2021 erreichte die Stadt mit 52,8% der benötigten Punkte für diese Auszeichnung, nun erfolgte die offizielle Verleihung des eea.

„Klimaschutz beginnt im Kleinen, in den Haushalten, den Unternehmen und in den Kommunen. Die Stadt Wehr engagierte sich seit vielen Jahren für effektiven und nachhaltigen Klimaschutz – der „European Energy Award“ ist Bestätigung für dieses Engagement und Auftrag für unsere weiteren Bestrebungen,“ sagte Michael Thater, Bürgermeister der Stadt Wehr. Und Bürgermeisterstellvertreter Paul Erhart, der die Auszeichnung entgegennahm, meinte, dass sich so die großen Anstrengungen von Gemeinderat und Stadtverwaltung in den vergangenen Jahren gelohnt hätten.

Kommunaler Klimaschutz zahlt sich aus – nicht nur für die Umwelt. Städte, Gemeinden und Landkreise, die die Anlagentechnik ihrer Liegenschaften erneuern, erhalten eine neue Energieinfrastruktur, sparen Energiekosten und sind künftig unabhängiger von Energieimporten. Zudem halten sie Wertschöpfung und Arbeitsplätze in der Region.

Auch von der Parlamentarischen Staatssekretärin im Bundesinnenministerium und SPD-Bundestagsabgeordnete Rita Schwarzelühr-Sutter erhielt die Stadt Wehr viel Lob als sie sagte: „Ich bin stolz darauf, dass die Stadt Wehr und der Landkreis Waldshut für ihre Anstrengungen und Erfolge beim Umweltschutz, zur Energieeffizienz und für den Klimaschutz mit dem European Energy Award ausgezeichnet werden. Beide sind in den vergangenen Jahren große Schritte auf dem Weg zur Klimaneutralität gegangen und leisten damit in der Region einen wesentlichen Beitrag zur Erreichung der Klimaziele. Sie sind verdiente Preisträger und hoffentlich beispielgebend für viele andere kommunalen Akteure. Klimaneutralität zu erreichen, ist die größte gesamtgesellschaftliche Herausforderung. Kommunales Engagement, wegweisende regionale Projekte und die gute Zusammenarbeit zwischen dem Bund, den Ländern und den Kommunen sind dabei die Garanten, dass wir dieses Ziel erreichen.“

Stadt Wehr erreicht European Energy Award

Bei einem externen Audit am 25.11.2021 konnte die Stadt Wehr mit nahezu 53% die benötigten Punkte für die Auszeichnung des European Energy Award erreichen. Damit werden die seit vielen Jahren durchgeführten vielfältigen Aktivitäten und Anstrengungen der Stadt zum Klimaschutz und zur Optimierung des Energieverbrauchs auch von unabhängiger Seite gewürdigt und bestätigt.

Der European Energy Award (eea) ist ein Programm für umsetzungsorientierte Energie- und Klimaschutzpolitik in Städten, Gemeinden und Landkreisen. Mit dem eea werden kommunale Energie- und Klimaschutzaktivitäten systematisch erfasst, bewertet, kontinuierlich überprüft und umgesetzt.

Hier finden Sie die Berichte der letzten Audits:

Bericht 2015
Bericht 2016
Bericht 2017
Bericht 2018
Bericht 2021

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