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Wehr

Wehramündung – Naturschutzgebiet

Naturschutzgebiet an der Mündung der Wehra in den Rhein

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Das 11ha umfassende Naturschutzgebiet an der Mündung der Wehra in den Hochrhein entstand durch den Bau des Kraftwerks Ryburg-Schwörstadt 1930, durch den sich an der Wehramündung ein flacher See mit einigen Inseln bildete. 1968 wurden Schuttmassen aus dem Bau des Kavernenkraftwerks Säckingen hier verfüllt und der westliche Teil des Sees durch einen Damm von Wehra und Rhein getrennt. Hier hat sich auf kleinstem Gebiet durch die extreme Landschaftssituation eine ungewöhnlich hohe Vielzahl von Lebensräumen ausgebildet. Davon profitiert vor allem die Vogelwelt.

Vielfalt an Lebensräumen

So findet man im Bereich der Wehramündung eine faszinierende Kombination eng beieinander liegender, unterschiedlicher Lebensräume:

  • die Fließgewässer von Wehra und Hochrhein
  • das stehende Gewässer eines Teichs
  • Sumpfgebiete
  • Flachwasserzonen
  • Schilfgebiete in Richtung Schwörstadt
  • Geröllflächen mit ständigem Wechsel des Wasserstandes, bedingt durch den Betrieb des Kraftwerks Rhyburg-Schwörstadt.


Ergänzt werden diese Zonen durch Buschgürtel und den sich selbst überlassenen Auwald. Schließlich bilden die westlich gelegenen Wiesen und Äcker sowie die Geröllflächen des nördlich verlaufenden Bahndammes Trockenhabitate, die nicht nur das Naturschutzgebiet abpuffern, sondern selbst wiederum Lebensräume bilden.

128 Vogelarten

Vogel

Angesichts dieser Vielgestaltigkeit ist es kein Wunder, dass in der Wehrabucht auf engstem Raum 128 Vogelarten festgestellt wurden, von denen 60 auf der roten Liste stehen. Diese beeindruckende Zahl wurde anlässlich der letzten feldornithologischen Untersuchung des BUND in den Jahren 2004/2005 ermittelt.

Von den 128 Vogelarten sind 38 Brüter im Naturschutzgebiet, kommen 62 zur Futtersuche, sind 25 Arten Durchzügler oder Wintergäste und 5 Irrgäste oder Gefangenschaftsflüchtlinge, wobei Reiherente und Tafelente sowohl Brüter als auch Durchzügler sind. Zu den vom Aussterben bedrohten Vogelarten zählen u.a. Drosselrohrsänger, Flussseeschwalbe, Gänsesänger, Großer Brachvogel und die Krickente, wobei auch in der Wehrabucht vertretene Vogelarten wie Baumfalke, Braunkehlchen, Eisvogel, Kolbenente, Löffelente, Mittelspecht, Wanderfalke, Wasserralle, und Wendehals stark gefährdet sind.

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